Über Stadtwerke Berlin
Berliner Stadtwerke als landeseigener Energieversorger
Die Berliner Stadtwerke GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Berliner Wasserbetriebe und gehört damit dem Land Berlin. Das gemeinsame Kundenzentrum mit den Wasserbetrieben liegt in der Neuen Jüdenstraße, nahe der Jannowitzbrücke. Anders als Vattenfall ist das Unternehmen kein Grundversorger, sondern ein Anbieter, den du aktiv wählen musst, wenn du zu ihm wechseln möchtest.
Gegründet als Energiewende-Akteur des Landes Berlin
Die Berliner Stadtwerke wurden 2014 gezielt gegründet, um die Energiewende in Berlin selbst voranzutreiben, nicht nur Strom weiterzuverkaufen. Das Unternehmen produziert ausschließlich Ökostrom aus Wind- und Solarenergie und verzichtet vollständig auf fossile oder nukleare Erzeugung. Seit der Gründung sind bereits deutlich über 100 Millionen Euro in eigene grüne Energieprojekte geflossen.
Regionale Erzeugung statt reiner Wiederverkauf
Ein Teil des gelieferten Ökostroms stammt aus eigenen Anlagen der Berliner Stadtwerke selbst, etwa aus Solaranlagen auf Berliner Dächern und einem Windpark im Brandenburger Umland. Rund 40 Prozent der in Berlin installierten Solarleistung geht auf das Unternehmen zurück. Neben klassischen Haushaltskunden beliefern die Stadtwerke auch öffentliche Abnahmestellen wie Schulen, Ampeln und Straßenlaternen sowie Mieterstrom-Projekte, bei denen Solarstrom direkt am Wohnort erzeugt und verbraucht wird.
Tarife und Angebot
Der reguläre Stromtarif "berlinStrom" liefert 100 Prozent Ökostrom, zertifiziert durch den TÜV Rheinland. Wer Solarstrom vom eigenen Dach über ein Mieterstrom-Projekt bezieht, bekommt dafür einen zusätzlich vergünstigten Tarif. Anders als viele kommerzielle Anbieter verzichten die Berliner Stadtwerke in der Regel auf klassische Neukundenboni, die Kalkulation setzt stattdessen auf einen durchgehend niedrigeren Grundtarif.
Reichweite und Kundenzahl
Die Berliner Stadtwerke beliefern nach eigenen Angaben über 30.000 Kunden in Berlin und Brandenburg mit kommunalem Ökostrom. Damit ist das Unternehmen deutlich kleiner als bundesweite Anbieter wie E.ON oder Vattenfall, positioniert sich dafür aber klar als lokale, gemeinwohlorientierte Alternative.