Vertrag zum neuen Wohnort mitnehmen
Liegt deine neue Adresse im Liefergebiet deines aktuellen Anbieters, kannst du deinen Stromvertrag einfach mitnehmen. Das läuft meist über das Online-Kundenkonto oder einen eigenen Umzugsservice des Anbieters. Bei Vattenfall solltest du dich dafür am besten sechs Wochen vor dem Umzug melden. Seit dem 6. Juni 2025 gilt außerdem eine wichtige Änderung: Rückwirkende An- und Abmeldungen sind nicht mehr erlaubt. Melde deinen Umzug deshalb rechtzeitig im Voraus, nicht erst, nachdem du schon umgezogen bist.
Sonderkündigungsrecht beim Umzug
Beliefert dein bisheriger Anbieter die neue Adresse nicht oder nur zu schlechteren Konditionen, hast du ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht mit sechs Wochen Frist (§ 41b Abs. 5 EnWG). Die Kündigung kannst du zum Auszugstag erklären oder auf einen späteren Zeitpunkt legen. Eine Ausnahme gibt es: Bietet dir der Anbieter innerhalb von zwei Wochen nach deiner Kündigung an, den Vertrag zu den bisherigen Konditionen am neuen Wohnort fortzusetzen, bleibt der Vertrag bestehen.
Zählerstand am Umzugstag festhalten
Notiere am Auszugstag den Zählerstand mit allen Vorkommastellen und der Zählernummer. Ein Foto als Beleg ist eine gute zusätzliche Absicherung. Melde den Stand sowohl deinem bisherigen Versorger als auch dem Vermieter oder der Hausverwaltung. So wird dir kein Verbrauch der Nachmieter in Rechnung gestellt und umgekehrt auch nicht.
Keine Lücke in der Stromversorgung
Ziehst du in eine neue Wohnung, ohne vorher einen eigenen Vertrag abgeschlossen zu haben, bleibst du trotzdem nie ohne Strom. Sobald an deinem Anschluss Strom fließt, übernimmt automatisch der örtliche Grundversorger die sogenannte Ersatzversorgung. In Berlin ist das Vattenfall. Diese Übergangslösung ist auf drei Monate begrenzt und meist nur wenig teurer als die reguläre Grundversorgung. Schließt du in dieser Zeit einen neuen Vertrag ab, endet die Ersatzversorgung automatisch.